Christenwind - der Wirbelwind im Netz

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Die Nachfolge Christi von Thomas von Kempen

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Mein Weg mit ChristusErstes Buch
Anleitung zum geistlichen Leben
KAPITEL 1

Von der Nachfolge Christi

1. Christi Leben will betrachtet sein.  
2. Christi Lehre will gelebt sein.  
3. Die Welt will durchschaut und überwunden sein.  
 
1. Wer mir nachfolgt, wandelt nicht im Dunkel, spricht der Herr (Joh 8, 12). Das sind
Worte  Christi.  Sie  spornen  uns  an,  sein  Leben  und  seinen  Wandel  nachzuahmen,
wenn  wir  wahrhaft  erleuchtet  und  von  aller  Blindheit  des  Herzens  befreit  werden
möchten. Unsere höchste Aufgabe sei die Betrachtung des Lebens Jesu Christi.  
2. Die Lehre Christi übertrifft alle Lehren der Heiligen. Wer den Geist besitzt, findet
in  ihr  verborgenes  Himmelsbrot.  Doch  es  ist  nun  einmal  so:  Viele  hören  die
Frohbotschaft oft, spüren aber nur geringe Sehnsucht nach dem Evangelium. Es fehlt
ihnen  der  Christusgeist  (vgl.  Röm  8,  9).  Wer  Christi  Worte  ganz  verstehen  und
verkosten will, muß bestrebt sein, sein ganzes Leben ihm gleichzuformen. Was nützt
es dir, tiefgründig über die Dreieinigkeit zu reden, wenn dir die Demut fehlt? Ohne
sie  mißfällst  du  der  Dreieinigkeit.  Wahrlich,  gelehrte  Worte  machen  nicht  den
Heiligen und Gerechten. Das tut allein ein tugendhaftes Leben. Das macht dich Gott
teuer. Lieber möchte ich den Schmerz der Reue spüren, als ihre Definition kennen.
Wenn du die ganze Bibel auswendig wüßtest und kenntest dich in allen Lehren der
Weltweisen aus, was hättest du davon ohne die Gottesliebe und die Gnade?

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 02. April 2012 um 20:30 Uhr Weiterlesen...
 

Spiritualität und Medizin

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             Ich darf heute einen ideologiekritischen Faden aufgreifen und einen Gedanken fortspinnen, nachdem ich vor ein paar Tagen eine Rundfunksendung zum Thema „Neue medizinische Tendenzen“ gehört habe, die mich etwas störrisch gemacht hat.

Heilung durch Glauben oder durch Gott?Dabei ging es ebenfalls um Spiritualität und Heilung und es wurden zahlreiche empirische Studien amerikanischer Herkunft herangekarrt und zitiert, wonach der Glaube an Gott eine unmittelbar gesundheitsförderliche Kraft habe. Man stellte die sogenannten Sterbetafeln der statistischen Zentralämter gegenüber und wollte uns weismachen, dass es zwischen regelmäßigem Kirchgang am Sonntag und meiner Lebenserwartung einen direkt proportionalen oder zumindest einen unmittelbaren Zusammenhang gebe.

            Ich glaube gerne, dass dies alles stimmt. Aber ebenso sehe ich darin eine illegitime Indienstnahme des religiösen Glaubens für Zwecke einer Wellness-Ideologie, die einfach Funktionalitäten und Kausalitäten vermischt. Es wird suggeriert, dass man sich nur für den Glauben an Gott entscheiden müsse und schon würde man ohne zusätzliche Maßnahmen ein paar weitere Lebensjahre dazugewinnen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 29. April 2012 um 12:08 Uhr Weiterlesen...
 

Martin Walser: „Wir können Gott nicht einfach abschreiben“

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Martin WalserIm Interview mit Alexander Görlach geht Martin Walser mit dem Atheismus hart ins Gericht. Gleichzeitig wendet er sich gegen die sedierende Religion der Kirche und benennt Nietzsche, Kafka und Barth als seine Kronzeugen.

The European: Sie sprechen immer wieder von einem Urbedürfnis des Menschen nach Rechtfertigung. Woher kommt dieses Bedürfnis Ihrer Meinung nach?

Walser: Man kann das aus all dem schließen, was Menschen gesagt, gedacht und geschrieben haben, um sich zu rechtfertigen. Früher fühlten sich die Menschen einer religiösen Gottheit gegenüber verpflichtet, eine Rechtfertigung vorzubringen. Sie konnten sich nicht selbst rechtfertigen. Sie waren sich nicht genug, so sein zu dürfen wie sie waren. Deswegen benötigten sie dazu eine höhere Instanz. Schließlich entstanden daraus die Religionen mit ihren unterschiedlichen Moralvorstellungen, weil die Menschen als solche sich nicht selbst rechtfertigen konnten.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 19. März 2012 um 17:17 Uhr Weiterlesen...
 

Medizin und Religion

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  1. Gott heiltHeilung ist ein Bereich, der nicht nur das primäre Ziel der Medizin ist, sondern im Judentum und im Christentum eine göttliche Dimension hat. Gott hat nicht nur die Welt aus dem Nichts erschaffen und erhält sie in jedem Augenblick, er interveniert auch mit Wundern und mit Berufungen (zum Arzt).
  2. Meine Erfahrung mit Heilung ist, dass eine gute und liebevolle Ausrichtung auf Gott und seine Dynamik als Vater, der erschafft, als Sohn, der uns begleitet, und als Heiliger Geist, der in unseren Herzen die Liebe entfacht, eine psychische, psychosomatische und somatische Heilung ermöglicht.
  3. Eine Gottesbeziehung über den Sohn und durch den Heiligen Geist (im Herzen) ermöglicht eine Verringerung der existentiellen Angst, der Panikattacken, der Einsamkeit und ermöglicht eine heilende Dynamik.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 29. April 2012 um 12:09 Uhr Weiterlesen...
 

Ein gravierender Irrtum über das Mittelalter

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Ptolemäisches Weltbild mit der Erde als KugelViele denken bei Mittelalter an die Auffassung, dass die Erde eine Scheibe ist. Historiker aber wissen, dass im Mittelalter den gebildeten Menschen klar war, dass die Erde eine Kugelgestalt hat. Auch die katholische Kirche vertrat in der Spätantike und im Mittelalter nicht die Auffassung, dass die Erde eine Scheibe ist, sondern Kugelgestalt hat.

Trotzdem vertreten heutzutage einige noch immer die Meinung, dass im Mittelalter die gebildeten Menschen und die katholische Kirche die Welt als Scheibe betrachteten. Sogar in Schulbüchern kann man Ähnliches lesen. Ein Blick in die Forschungsergebnisse der Geschichtswissenschaft zeigt, dass die einhellige Meinung der Gebildeten des Mittelalters die Kugelgestalt der Erde war. Wikipedia zählt über 70 Gelehrte auf, die die Kugelgestalt der Erde vertraten.

Die Idee der Kugelgestalt der Erde geht bis Pythagoras zurück, der dies im 6. Jahrhundert vor Christus vertrat. Auch Plato und Aristoteles vertraten diese Lehre im 4. Jahrhundert vor Christus, danach Eratosthenes im 3. Jahrhundert vor Christus, Plinius der Ältere im ersten Jahrhundert nach Christus und Ptolemäus im 2. Jahrhundert nach Christus.

Die christlichen Gelehrten wie Augustinus und Ambrosius übernahmen diese Auffassung. So verfasste im 5. Jahrhundert nach Christus Martianus Capella eine „Geografia“ und im 7. Jahrhundert Isidor von Sevilla naturkundliche Schriften mit der Erde als Kugel. Die Kugelgestalt lehrten im 8. Jahrhundert Beda Venerabilis, ab dem 11. Jahrhundert die mittelalterlichen Universitäten, im 12. Jahrhundert die Enzyklopädien in der Nachfolge des Honorius Augustodiensis und im 13. Jahrhundert lehrte es der wichtigste Theologe und Kirchenlehrer Thomas von Aquin. Sogar der Reichsapfel, den der Kaiser in der Hand hielt, war ein Zeichen für die Erde als Kugel.

Als Christoph Columbus um 1492 Indien erreichen wollte und in Amerika landete, wurde die Kugelgestalt der Erde schon lange nicht mehr in Frage gestellt.

Im 20. Jahrhundert kam die irrtümliche Meinung auf, dass man im Mittelalter an eine Scheibengestalt glaubte und dass das auch die katholische Kirche gelehrt hätte. Mehrere Forscher konnten nachweisen, dass dieser Irrtum erst sehr spät verbreitet wurde: Jeffrey Burton Russel, Rudolf Simek, Reinhard Krüger.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 19. März 2012 um 18:11 Uhr Weiterlesen...