Wer Ostern laut jubelt, weiß nicht, was er Pfingsten feiern soll – feinschwarz.net

Als Maria aus Magdala das leere Grab sieht, jubelt sie nicht.

„Was bitteschön, soll am leeren Grab festlich sein?“ Michael Böhnke zeigt, warum Ostern ohne Pfingsten nicht verstanden werden kann.

Für die Jüngerinnen und Jünger Jesu war Ostern offenbar alles andere als ein Fest. Trotzdem dominiert in der Osterliturgie der Kirche der Jubel.

Quelle: Wer Ostern laut jubelt, weiß nicht, was er Pfingsten feiern soll – feinschwarz.net

Frohe Ostern! Wer wälzte den Stein weg?

Jesu Leichnam wurde an einem Freitag in der Pessachwoche in ein Grab gelegt und mit einem Rollstein verschloss man das Grab. Der Evangelist Matthäus lebte in einer christlichen Gemeinde, deren Mitglieder im Alten Testament für Hinweise suchten, warum der Messias so furchtbar sterben musste. Sie sahen sich mit den frommen Juden sehr verbunden.

Sie erzählten von zwei Erdbeben. Das erste erfuhren sie beim Tod Jesu am Freitag und das zweite nach dem Sabbat, am ersten Tag der Woche, unserem Sonntag. Dass der Tempelvorhang vor dem Allerheiligsten dabei riss, berichtete neben Matthäus auch Markus.

In der östlichen Mittelmeergegend waren Erdbeben nicht ungewöhnlich. Man beschäftigte sich auch mit den Ursachen. Nach Thales von Milet waren Erdbeben dadurch bedingt, dass die Erde instabil, wie ein Schiff, auf dem Wasser schwimmt,- eine sehr ähnliche Erklärung wie die moderne Plattenverschiebung oder Plattentektonik. Das Ungewöhnliche bei Matthäus ist die Gleichzeitigkeit der Erdbeben mit dem Tod und der Auferstehung Jesu. Es stellt sich die Frage, ob der Tod und die Auferstehung des Gottessohnes so voll Kraft war, dass ein Erdbeben beide Ereignisse begleiteten.

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Den Geist Gottes rufen

Geist, komm herbei von den vier Winden!

Der Prophet Ezechiel bekommt von Gott den Auftrag, den Geist Gottes in die Gebeine der Toten zu bringen und sie wieder lebendig zu machen.
Ezechiel spricht:
Die Hand des HERRN legte sich auf mich und er brachte mich im Geist des HERRN hinaus und versetzte mich mitten in die Ebene. Sie war voll von Gebeinen. Er führte mich ringsum an ihnen vorüber und siehe, es waren sehr viele über die Ebene hin; und siehe, sie waren ganz ausgetrocknet. Er fragte mich: Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden? Ich antwortete: GOTT und Herr, du weißt es. Da sagte er zu mir: Sprich als Prophet über diese Gebeine und sag zu ihnen: Ihr ausgetrockneten Gebeine, hört das Wort des HERRN! So spricht GOTT, der Herr, zu diesen Gebeinen: Siehe, ich selbst bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig. Ich gebe euch Sehnen, umgebe euch mit Fleisch und überziehe euch mit Haut; ich gebe Geist in euch, sodass ihr lebendig werdet. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin.

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Die Problematik des medizinisch assistierten Freitodes

Wie verzweifelt sind Menschen?

            Die Selbsttötung und die medizinisch assistierte Selbsttötung wirft viele Fragen auf. Wie frei ist eine Selbsttötung? Inwiefern ist Selbsttötung mit Gift eine Form der Gewalt gegen sich? Ist eine Überdosis eines Medikamentes ebenfalls Gift? Inwiefern können Ärzte, die zur Erhaltung des menschlichen Lebens sich verpflichten, bei der Tötung von Menschen assistieren?

            Ich habe jetzt im Katechismus der Katholischen Kirche zu dem Themenbereich nachgelesen.

            Unter der Nummer 2280 schreiben die Autoren:
Jeder ist vor Gott für sein Leben verantwortlich. Gott hat es ihm geschenkt. Gott ist und bleibt der höchste Herr des Lebens. Wir sind verpflichtet, es dankbar entgegenzunehmen und es zu seiner Ehre und zum Heil unserer Seele zu bewahren. Wir sind nur Verwalter, nicht Eigentümer des Lebens, das Gott uns anvertraut hat. Wir dürfen darüber nicht verfügen.

            Meine Überlegungen: Das Leben ist keine Sache, kein „Ding“, über die ich verfüge. Seit meiner Zeugung wachse ich mit Hilfe meiner mich umgebenden Welt, meiner Mutter, meinem Vater, den vielen anderen Personen und auch dem großen Du, Gott. Ich bin nicht nur ein körperliches Lebewesen, sondern auch ein seelisches, geistiges Wesen, das in ständigem Austausch sich befindet. Anscheinend steckt hinter diesem Leben etwas Größeres. Der Tod ist eine Macht, die dieses Wachsen und Austauschen abbricht.

            Davon spricht der Absatz 2281:

            2281 Der Selbstmord widerspricht der natürlichen Neigung des Menschen, sein Leben zu bewahren und zu erhalten. Er ist eine schwere Verfehlung gegen die rechte Eigenliebe. Selbstmord verstößt auch gegen die Nächstenliebe, denn er zerreißt zu Unrecht die Bande der Solidarität mit der Familie, der Nation und der Menschheit, denen wir immer verpflichtet sind. Der Selbstmord widerspricht zudem der Liebe zum lebendigen Gott.

            Der Selbstmord oder die Selbsttötung ist wie jede Tötung eine Gewalttat. Auch wenn „nur“ eine Substanz verabreicht wird, so ist diese Substanz ein Gift, das den Körper tötet. Auch eine Überdosis eines Schlafmittels oder eines Schmerzmittels ist Gewalt, weil es den Körper, der noch immer wächst und austauscht, tötet.

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