Papst Franziskus denkt vom Heiligen Geist her.

In seinem Brief „Spiritus Domini“ beginnt Franziskus mit „Der Geist des Herrn Jesus“, den er als Quelle des Lebens und als Quelle der Sendung der Kirche sieht. Der Geist des Herrn Jesus ist der Heilige Geist. Das bricht mit der Vorstellung, dass allein Jesus Christus für die Kirche die Quelle der Lebens und die Quelle der Sendung ist. Die Bischöfe sahen und sehen sich oft noch heute als Repräsentanten von Jesus Christus als Herrscher der Kirche. Da bricht Papst Franziskus wie auch das 2. Vatikanische Konzil und die letzten Päpste wie Paul VI mit dieser Vorstellung.

Er schreibt, dass der Heilige Geist den Gliedern des Gottesvolkes Gaben austeilt. Mit dem Gottesvolk ist nach dem 2. Vatikanum nicht nur die römisch-katholische Kirche gemeint, sondern alle Getauften. An dieses Volk Gottes teilt der Geist des Herrn Jesus „Gaben aus, die jede und jeden befähigen, auf unterschiedliche Weise zur Erbauung der Kirche und zur Verkündigung des Evangeliums beizutragen.“ Es ist der Glaube der Kirche, dass jede und jeder Getaufte durch den Geist Gaben, sogenannte „Charismen“ in Hülle und Fülle geschenkt bekommt.

Jetzt macht Franziskus einen Schwenk und nennt die Charismen Ämter. Nun sind aber nicht alle Gaben, alle Charismen des Heiligen Geistes Ämter. Es gibt, so schreibt Franziskus, Charismen, die von der Kirche öffentlich anerkannt und eingesetzt sind, diese werden Ämter genannt.

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In der Stille erhob sich kraftvolles Sprachengebet

Ein Abend mit der Gruppe der katholischen charismatischen Erneuerung in La Caleta, Teneriffa

Die Kapelle, in der der Abend stattfand, gehört zur Kirche San Sebastiano. Den Altar der Kapelle schmückt eine Plastik der Muttergottes, die das Jesuskind trägt, beide erhöht mit Strahlenkranz.

Ich kam eine Viertelstunde vor Beginn in die Kapelle. Der Raum war bis auf eine kniende, anbetende Frau noch leer, aber durch die geschlossene Tür zum Nebenraum hörte ich lautes Sprachengebet. Das war das Team, das sich auf den Abend vorbereitete. Sie kamen dann heraus, und andere Leute kamen dazu, vorwiegend Frauen. Sie begrüßten einander herzlich mit Umarmungen und standen noch im Gespräch beisammen.

Dann setzten sich alle nieder, und der Abend begann damit, dass eine Frau nach vorne ging, eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorlas und deutete.

Lobpreis mit Sprachengebet und Sprachensingen

Es begann nun ein langer Lobpreis. Es wurden Lieder gesungen. Viele kannten die Texte auswendig, standen beim Singen auf und bewegten sich frei. Die Lieder gingen immer wieder in kraftvolles Sprachensingen über. Zwischen den Liedern war Stille, und in der Stille erhob sich lautes, kraftvolles Sprachengebet. Da verstand ich, dass sie vor allem das Sprachensingen und Sprachengebet Lobpreis nennen. Ich konnte lernen, dass diese Art von Lobpreis, wenn man die Laute nicht künstlich hervorbringt, sondern die Zunge und den Sprechapparat ganz dem Heiligen Geist überlässt, in eine immer tiefere Ruhe und Andacht hineinführt.

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