Der Weinstock und der göttliche Lebenssaft

green round fruits on tree

Jesus spricht von einer innigen Beziehung wenn er sagt: Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Jesus hatte den Heiligen Geist als Begleiter seiner Handlungen. Als er starb, ging er zum Vater und sandte uns den Heiligen Geist, der die Gegenwart Gottes bewirkt und die Erlösung weitertreibt. Das Johannesevangelium bringt das Gleichniswort „Ich bin der wahre Weinstock.“ Ich frage mich, inwiefern man im Weinstock-Handeln Jesu den Heiligen Geist bemerkt und welche Gemeinsamkeiten es mit unserem Handeln gibt.

An Hand des Weinstockvergleiches möchte ich in einem Dreischritt untersuchen, wie Jesus und sein Vater handelt, wie darin der Geist erkennbar wird und was es für das Handeln von uns Menschen bedeutet.

  • Jesus ist der wahre Weinstock. Die Wahrheit ist im Judentum eine Handlung, ist Leben. In der Wahrheit leben heißt in der Treue Gottes leben. Das heißt, mit Gott leben. Jesus ist der treue Weinstock, der stirbt, aber seine Aufgaben seinem Nachfolger, dem Heiligen Geist übergibt. Für unser Handeln im Geiste heißt das, dass wir lernen, mit dem Heiligen Geist zu leben. Er erinnert uns nicht nur an Jesus, sondern macht ihn präsent.
  • Jesus ist der Weinstock, wir sind seine Reben. Jesus lässt die Gnade zu den Jüngerinnen und Jünger fließen. Dieser Gnadenstrom ist das lebendige Wasser des Heiligen Geistes. Dieses Lebenswasser des Gottesgeistes ist auch das Blut, das aus der Seitenwunde des Verstorbenen Jesus am Kreuz fließt. Es fließt auf die ganze Menschheit. Es fließt es vom Kreuz in das Grab Adams, der Repräsentant der Menschheit. Der Gottesgeist macht den Menschen lebendig. Für unser Handeln im Geiste heißt das, dass wir uns durch den Gnadenstrom taufen lassen.
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Die Herrlichkeit wandert

Fromme Juden betreten nicht den Tempelberg in Jerusalem mit der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom, weil dort der Tempel stand. Als ich in Jerusalem mit einer Pfarre war, ist uns gesagt worden, dass im Allerheiligsten die Herrlichkeit Gottes, die „kabod“ Gottes war. Wo dieses Allerheiligste stand, ist jetzt, nachdem die Römer 70 n. Chr. den Tempel zerstörten, unklar.

Deswegen wollen Juden nicht auf den Tempelberg, denn sie könnten in die Kabod steigen. Als der Tempel noch bestand, durfte nur der Hohe Priester in das Allerheiligste gehen. Er tat dies einmal im Jahr, am Versöhnungstag und betete das Versöhnungsgebet. Als ein Hoher Priester im Allerheiligsten starb, konnte er erst im Jahr darauf vom nächsten Hohen Priester herausgeholt werden. Seit diesem Vorfall wurden die Hohen Priester immer angeseilt, wenn sie das Gebet im Allerheiligsten verrichteten.

Der Fremdenführer erzählte uns, dass einige Rabbiner in der Steinformation der Klagemauer eine Taube sehen und damit die Kabod erkennen.

Seit einiger Zeit gibt es Christinnen und Christen, die in Jesus die Kabod erkennen, wenn sie von der Wohnung der Herrlichkeit unter uns lesen: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1,14)

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