The myth of the self-regulating institution of ‚pope emeritus‘

It is not an accident that one of the most important social theorists, Max Weber, decided to study the dynamics of political and bureaucratic power after spending some time in post-Vatican I Rome. The papacy is about the history of the growth of a papal apparatus more than a speculative theology of the papal ministry. There is no possible understanding of the evolution of the Petrine ministry, of the office of the bishop of Rome as pope of the Roman Catholic Church, without understanding the constellation of offices, ministries, prelatures, and ecclesiastical or secular appendixes revolving around the successor of Peter.

Now, one of the most important recent additions in the constellation of offices that orbit the papal office is the so-called „pope emeritus,“ a title that Benedict XVI created for himself after his decision to resign. He made the decision some time in 2012 and announced it to the world — in a speech delivered in Latin — on Feb. 11, 2013.

The „emeritus“ as an institution was created on the fly in those hectic weeks right before the conclave that elected Benedict’s successor, Pope Francis. It was created without the usually and frustratingly slow, partly visible and partly invisible process of making structural changes in the Vatican. The new institution was largely improvised, with no recent tradition to count on, and entirely left to the „pope emeritus“ to regulate himself.

The issue is the freedom of the bishop of Rome in his ministry, a ministry of unity of the church, free from undue interference external or internal.

The conclave that elected Francis was extraordinary also because usually the election of the new „father“ follows a few days after the burial of the predecessor: something like the demise of the father that creates the necessary space for a new one. This could not happen in 2013.

More: https://www.ncronline.org/news/opinion/myth-self-regulating-institution-pope-emeritus

[Massimo Faggioli is a professor in the Department of Theology and Religious Studies at Villanova University.]
Related: Benedict removes name from book on celibacy after dispute over his involvement

Welche Richtung verfolgt feinschwarz.net?

feinschwarz.net, das theologische Feuilleton, analysiert Themen der Zeit aus theologischer Perspektive. feinschwarz.net sieht sich der Umsetzung der Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils und damit einer Theologie verpflichtet, die den ersten Satz von Gaudium et spes als Grundlage allen kirchlichen Handelns begreift: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. “  In diesem Sinne finden plurale und pluralitätsfähige Positionen Raum zur Diskussion bei feinschwarz.net.

Theologe Tück: Kirche muss „Ressourcen des Heiligen freilegen“

Wiener Dogmatiker in NZZ: Strukturreformen alleine reichen nicht, Kirche braucht Rückbesinnung auf das Heilige.

Strukturreformen alleine genügen nicht, um die Kirche aus der aktuellen Krise herauszuführen; vielmehr brauche es eine Rückbesinnung auf die „Ressourcen des Heiligen, aus denen Generationen vor uns gelebt haben“. Das hat der Wiener Theologe Prof. Jan-Heiner Tück in einem Beitrag in der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ, 5.1.) betont. Die säkulare Gesellschaft könne solche Ressourcen selbst nicht generieren oder zur Verfügung stellen – dies sei eine Chance für die Kirchen. Schließlich sei der Mensch mehr als nur ein „animal rationale“ und brauche Zeichen und Handlungen, um sich der Welt und seines Platzes darin zu versichern. Dazu brauche es „symbolischer Handlungen, die dem Bedürfniswesen Mensch, das Hunger hat und Durst verspürt, das lieben will und sterben muss, entgegenkommen“, so Tück.

Sakramente als „Zeichen des Heils in Zeiten der Krise“ könnten etwa solche symbolischen Handlungsformen darstellen, zeigte der Dogmatiker auf: „Sie führen den Menschen über sich selbst hinaus und verbinden ihn mit dem Heiligen.

Quelle: Theologe Tück: Kirche muss „Ressourcen des Heiligen freilegen“

Theologe Tück: Papst wird kaum umhin können, den Zölibat zu lockern

Der Wiener Dogmatik-Professor Jan-Heiner Tück sieht Papst Franziskus nach den Empfehlungen der Amazonas-Synode im Vatikan in Zugzwang. „Will er nicht als Papst der Ankündigungen in die Geschichte eingehen“, müsse er wohl den Weg für die Weihe verheirateter „bewährter Männer“ freimachen

Quelle: Theologe Tück: Papst wird kaum umhin können, den Zölibat zu lockern
(katholisch.de)

Die kleine Minderheit, die regelmäßig fliegt, schadet der Umwelt extrem

Vielen Schätzungen zufolge liegt der Anteil der Luftfahrt an den globalen CO2-Emissionen bei etwas mehr als 2 Prozent. Auch die Branche selbst erkennt diese Zahl weitgehend an.

Aber sie ist irreführend, sagt Stefan Gössling. Er ist Professor an den Universitäten Lund und Linné und Ko-Herausgeber des Buchs „Climate Change and Aviation: Issues, Challenges and Solutions“. „Das ist nur die halbe Wahrheit.“

Andere Luftfahrtemissionen wie Stickoxid, Wasserdampf, Feinstaub, Kondensstreifen und Veränderungen in Zirruswolken haben einen zusätzlichen Erwärmungseffekt.

Der Beitrag der Branche zur Erderwärmung ist mindestens doppelt so groß, wie der des CO2 für sich alleine genommen“, sagt Gössling gegenüber DW. Er schätzt den gesamten Beitrag zum Klimawandel auf mindestens 5 Prozent.

IATA-Sprecher Chris Goater dagegen sagt, die wissenschaftliche Basis dieses sogenannten Strahlungsantriebs sei „unbewiesen.“

Aber selbst wenn wir die Zahl von 2 Prozent Emissionen akzeptieren, verursacht von nur 3 Prozent der Weltbevölkerung, die vergangenes Jahr geflogen sind, verantwortet eine relativ kleine Gruppe einen überproportional großen Teil der weltweiten Emissionen.

Vor ein paar Jahren berechnete die Umwelt-NGO „Germanwatch“, dass ein Mensch, der einmal von Deutschland in die Karibik fliegt und zurück, genauso viele der schädlichen Emissionen verursacht, wie 80 durchschnittliche Einwohner Tansanias in einem gesamten Jahr: etwa 4 Tonnen CO2.

„Individuell betrachtet, gibt es keine andere menschliche Aktivität, die in so einer kurzen Zeit so viele Emissionen verursacht wie die Luftfahrt, weil sie so energieintensiv ist“, erklärt Gössling.

Der Kohlenstoff-Fußabdruck-Rechner des WWF  ist diesbezüglich sehr lehrreich. Wenn man der größte Umweltschützer der Welt wäre – ein veganer Solarzellen-Fan, der mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt – aber immer noch von Zeit zu Zeit fliegen würde, sähe man plötzlich gar nicht mehr so grün aus.

Selbst bei ansonsten vorbildlichem Verhalten würden zwei hypothetische Kurzstreckenflüge und ein Langstreckenflug im Jahr ausreichen, um den Umweltschützer zum Klimasünder zu machen.

Neue Technologien allein sind nicht die Lösung …

Quelle und zum Weiterlesen: Deutsche Welle: Der Klimawandel und das Fliegen 
Kohlenstoff-Fußabdruck-Rechner des WWF 
Zeit Online: Fernreisen – Auf der Suche nach dem verlorenen Sinn. Wir müssen uns vom Vielfliegen verabschieden.