Bischof soll Jungpriester zu „Schwulentest“ genötigt haben

Quelle: queer.de

Ein früherer Priesterseminarist behauptet, vom ehemaligen österreichischen Familienbischof Klaus Küng vergewaltigt worden zu sein. Einige Monate nach der Tat sei er von ihm zum Psychiater beordert worden.

Quelle: queer.de

Am letzten Wochenende wurde ein Missbrauchsverdacht rund um den österreichischen Altbischof Klaus Küng bekannt: versuchte Vergewaltigung eines Pfarrers nach Gabe von K.O.-Tropfen durch den katholischen Würdenträger, der auch studierter Mediziner ist (queer.de berichtete).

Nun erhob die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt weitere Vorwürfe gegen den ehemaligen Familienbischof und Ex-Vorsitzenden der „Stiftung Opferschutz“: So hat ausgerechnet Küng (als Vorgesetzter) ein paar Monate nach dem angeblichen Vergewaltigungsversuch sein Opfer (als Mitarbeiter) zu einem „psychiatrischen Schwulentest“ zu einem deutschen Gerichtspsychiater beordert.

Dieser schickte dann sein „wissenschaftlich begründetes psychiatrisch-psychologisches Gutachten“ direkt an „seine Exzellenz Herrn Bischof DDr. Klaus Küng“. Das Opfer wurde von dem Psychiater und einem Psychologen über zwei Tage in ein Kreuzverhör genommen, um herauszufinden, ob der Jungpriester denn homosexuell sei.

Richard Rohr Reorders the Universe



The seventy-six-year-old Franciscan friar believes that Christianity isn’t the only path to salvation.

By Eliza Griswold
February 2, 2020

Quelle: The New Yorker

Rohr is slight, with a white beard and the starry eyes of a person who spends long periods in silence. Over the past four decades, he has gained a devoted following for his provocative vision of Christianity. He runs the Center for Action and Contemplation, a meditation hub and religious school that its residents refer to as Little Vatican City. The campus is made up of a cluster of adobe casitas strung out on a dusty road outside Albuquerque; small shrines to St. Francis and St. Clare dot the land between the runnels of an ancient aquifer, which still courses with water from a nearby river, feeding the garden. Rohr wakes around 5:45 A.M. each day and spends an hour praying wordlessly. “I’m trying to find my way to yes,” he told me, adding that he often wakes up in a state of no. “As in, ‘No, I do not want to be followed around by Eliza today,’ ” he said, smiling impishly. After that, he heads to the center and leads a morning session that includes a twenty-minute contemplation, a daily gospel reading, and the ringing of a Buddhist singing bowl. The center’s classes also include Hindu and yogic methods of integrating the body into prayer, along with teachings drawn from indigenous spiritual traditions that focus on the sacredness of the earth.

More conservative Christians tend to orient their theology around Jesus—his death and resurrection, which made salvation possible for those who believe. Rohr thinks that this focus is misplaced. The universe has existed for thirteen billion years; it couldn’t be, he argues, that God’s loving, salvific relationship with creation began only two thousand years ago, when the historical baby Jesus was placed in the musty hay of a manger, and that it only became widely knowable to humanity around six hundred years ago, when the printing press was invented and Bibles began being mass-produced. Instead, in his most recent book, “The Universal Christ,” which came out last year, Rohr argues that the spirit of Christ is not the same as the person of Jesus. Christ—essentially, God’s love for the world—has existed since the beginning of time, suffuses everything in creation, and has been present in all cultures and civilizations. Jesus is an incarnation of that spirit, and following him is our “best shortcut” to accessing it. But this spirit can also be found through the practices of other religions, like Buddhist meditation, or through communing with nature. Rohr has arrived at this conclusion through what he sees as an orthodox Franciscan reading of scripture. “This is not heresy, universalism, or a cheap version of Unitarianism,” he writes. “This is the Cosmic Christ, who always was, who became incarnate in time, and who is still being revealed.”

Der Ausblick beim Synodalen Weg

Quelle: Ausblick:

Der auf zwei Jahre angelegte Synodale Weg beginnt am ersten Advent (1. Dezember) 2019. In diesem Zeitraum wird die Synodalversammlung mit ca. 230 Mitgliedern zu vier großen Plenarsitzungen im St. Bartholomäus-Dom in Frankfurt am Main zusammenkommen. Die Termine: 30. Januar bis 1. Februar 2020, 3. bis 5. September 2020, 4. bis 6. Februar 2021 und 30. September bis 2. Oktober 2021. Für die thematische Erarbeitung der Vorlagen für die Synodalversammlungen sind die vier Synodalforen zuständig. Sie bestehen aus Mitgliedern der Synodalversammlung sowie weiteren Expertinnen und Experten.

Der Synodale Weg wird durch Veranstaltungen auf diözesaner Ebene begleitet, die die Perspektive der Evangelisierung zur Geltung bringen, um die Verortung des Synodalen Weges zu verdeutlichen. Diese bieten den Gläubigen eine Möglichkeit, den Synodalen Weg verantwortet mitzugestalten.

Synodaler Weg: So erlebten Beobachter die Synodalversammlung – Vatican News

Quelle: Synodaler Weg: So erlebten Beobachter die Synodalversammlung – Vatican News

Jerome Vignon, der für den französische Laien-Dachverband „Promesse d’Eglise“ die Synodalversammlung beobachtete, sagte, die Fragen nach der Macht in der Kirche, nach dem Zölibat und der Rolle der Frauen bewegten auch viele Katholiken in Frankreich. Es gehe hier wie dort darum, „einen Weg zu finden, wie die Kirche auch in Zukunft ihre Stimme in der Gesellschaft hörbar machen kann“.

Synodaler Weg für Beobachter aus Österreich „sehr beeindruckend“

Präsident des Katholischen Laienrates Österreichs, Wolfgang Rank, auf Einladung der Deutschen Bischofskonferenz und des ZdK bei Synodalversammlung in Frankfurt dabei – Debatte hatte „große Breite und Tiefe“, „hohes Niveau“ und ist auch für Österreich und Weltkirche relevant

Quelle: Synodaler Weg für Beobachter aus Österreich „sehr beeindruckend“

„Sehr spannend und sehr beeindruckend“ hat ein hochrangiger Vertreter des Laienapostolates in Österreich die erste Etappe des „Synodalen Weges“ der katholischen Kirche in Deutschland erlebt: Wolfgang Rank, der Präsident des Katholischen Laienrates (KLRÖ) nahm auf Einladung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) als Beobachter an der Synodalversammlung von 30. Jänner bis 1. Februar in Frankfurt teil, die nach dem kirchlichen Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen sollte. Dabei wurden nicht nur bekannte „heiße Eisen“ wie Zölibat, Sexualmoral oder die Stellung der Frau angesprochen, sondern auch grundsätzliche Fragen rund um Macht und Gewaltenteilung in der Kirche, so Rank am Montag im Interview mit „Kathpress“.

Ihn hätten rund um die Versammlung von 230 Vertretern des deutschen Episkopates, verschiedener Laienorganisationen und Ordensgemeinschaften etliche E-Mails erreicht, die einerseits Skepsis im Sinne von „da wird viel geredet, aber wenig umgesetzt werden“ ausdrückten. Andererseits gab es auch Hoffnung, dass sich durch den in Deutschland angestoßenen Reformprozess auch auf weltkirchlicher Ebene etwas verändern könnte – eine Einschätzung, die auch Rank teilt, wie er sagte.

Geboren unter Qualen

Der Synodale Weg ist keine Diskussionsübung, sondern ein gefährlicher Pfad. Die Debatte kann Kräfte freisetzen, die der Kirche bisher fremd waren. Mehr Freimut statt Autorität muss die Maßgabe sein.

Quelle: Geboren unter Qualen

Die erste Versammlung des „Synodalen Weges“ in Frankfurt hat aber gezeigt, welche Chance in diesem aus Ratlosigkeit entstandenen und unter Qual geborenen Prozess steckt. Da erklärt der Regensburger Bischof Voderholzer, dass er sich unwohl fühle als Teil der konservativen Minderheit – und dann steht Mara Klein aus Magdeburg da und sagt, den Tränen nah, wie es ihr hier geht: jung, nicht männlich, nicht heterosexuell; dass alle sich unwohl fühlen müssten, die sexuelle Gewalt in der Kirche gebe allen Anlass dazu.

Freie Rede in der Katholischen Kirche

Ungewohnt offen formuliert die Synodalversammlung der katholischen Kirche den Wunsch nach Reformen – vom Zölibat bis zur Rolle der Frauen, von der Sexuallehre bis zum Missbrauchsskandal in der Kirche.

Quelle: Freie Rede

Janosch Roggel aus dem Erzbistum Paderborn tritt ans Mikrofon, einer der jüngeren Menschen im Raum, drückt auf seinem Tablet herum, doch das Ding will nicht wie er, es gibt ein paar Lacher, endlich geht es los.

„Der Missbrauch durch einen Priester war für mich das Schlimmste“, sagt Janosch Roggel. „Ich bin transsexuell. Meine ganze Existenz erscheint der Kirche als sündhaft. Jeder von uns ist erpressbar. Ich war erwachsen und doch unfrei. Man kann nicht verlangen, dass Opfer sich dieser Veranstaltung stellen. Aber wir sind im Raum und hören zu.“ Totenstill ist es. Dann applaudieren die ersten, bald alle, stehend. Der nächste Redner zum Thema Sexualmoral der katholischen Kirche ist Dominikus Schwaderlapp, Weihbischof in Köln; er plädiert dafür, die Lehre der Kirche zu „schätzen, bewahren und vertiefen“.

Selten ist auf einem offiziellen Forum der katholischen Kirche in Deutschland so offen geredet worden wie auf dieser Versammlung in Frankfurt